Eine Frau im Wald beim Waldbaden Shinrin Yoga

ShinrinYoga – Waldbaden und Yoga

In Gastbeiträge, Gesundheit, Seelenbalsam von Lanaprinzip Team

Artikel aktualisiert am 17.06.2019

Weicher Untergrund. Harziger Duft. Sanftes Raunen. Erdige Frische. Grün statt Rot sehen. “Zur Ruhe zu kommen” ist die größte Herausforderung unserer rasant digitalisierten Welt. In Japan ist der Wald (Shinrin) immer schon Kraft spendender Lebensraum, Shinrin Yoku (Waldbaden) jetzt staatlich geförderte Therapie für reizüberflutete Multitasker. Die Stille des Waldes lädt ein, selbst still zu werden. In sich hinein zu lauschen. Achtsam für die eigene Natur zu werden.

ShinrinYoga geht einen Schritt weiter und verbindet die heilsamen Erkenntnisse japanischen Waldbadens (Shinrin Yoku) mit der indischen Tradition von Atem- und Bewusstseinsentfaltung. So sprudelt der Wald allein schon im Geiste binnen weniger Minuten als Inspirationsquelle für den eigenen Energiefluss mitten im urbanen Getöse. Zuhause. Im Büro. Jederzeit an jedem Ort.

Heilkraft von Wald und Yoga

Ob indoor-imaginär oder outdoor-real, ShinrinYoga nutzt die Kraft des Waldes zum Eintauchen in die stille Entschleunigung, auch zwischendurch im Alltag. Dabei wird das achtsame Waldbaden mit Sequenzen aus Aktiv- Meditation und erdenden Yoga-Elementen bereichert. Das Erfahrene wird durch „Hard Facts“ über die ältesten und größten Lebewesen der Erde abgerundet und so zu einem nährenden Erlebnis für Körper, Geist und Seele.

Das Hintergrundwissen über die Sprache und das Blut der Bäume, über das Nicht-Sichtbare und das unterirdische Netzwerk, das sogenannte www (wood-wide-web), ist ein bekömmliches und beruhigendes Futter für den stets bewegten Geist. Unheimlich und faszinierend zugleich steckt diese Parallelwelt voller Magie und Inspiration. Wie heißt es doch? In der Stille liegt die Kraft. Im Dienste von Erde und Menschheit wird hier in stiller Verbundenheit kraftvoll Wertvolles geleistet.

Waldmeditation (Hörbuch Gesundheit)
  • Maren Schneider
  • Herausgeber: TRIAS
  • Auflage Nr. 1 (10.04.2019)
  • Audio CD: 80 Seiten

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Waldbaden – Der Wald kommuniziert mit uns

Ob Luftreinigung, Wasserspeicherung oder Recycling organischer Abfälle, die symbiotischen Beziehungen dieses Ökosystems funktionieren über ein riesiges Kommunikationsnetzwerk unterschiedlichster (Micro-)Organismen. Über die sogenannten Terpene, sekundäre Pflanzenduftstoffe, kommuniziert das Waldreich sogar mit dem menschlichen Immunsystem, welches über die Waldluft gestärkt wird. Deutschsprachige Pioniere der Waldwissenschaft, wie Clemens Arvay und Peter Wohlleben, fassten die wichtigsten Forschungsergebnisse aus aller Welt zusammen und übersetzten sie in eine für den Laien bildhaft-verständliche und emotionale Sprache. Seit diese Publikationen zu Bestsellern wurden, setzt sich der japanische Trend des Waldbadens auch im deutschsprachigen Raum durch.

Waldbaden für die Gesundheit

Wie wir wissen, führt ein Mangel –  wie hier durch globale Ent-Waldung – meist zu Wertschätzung, was uns den Wald als Lebensraum völlig neu erfahren und entdecken lässt. Hinzu kommt die Sog-Wirkung des virtuellen Raumes und der Mangel an Bezug zum Physischen und zu sich selbst. Das bewusste Aufbauen einer gesunden Erdung scheint im digitalen Zeitalter zur Notwendigkeit zu werden. Schlagwörter wie „Digital Detox“ oder „Indoor Generation“ lassen erahnen, in welche Richtung es mit dem Menschen geht. Kein Wunder, dass die Ergebnisse aus der Waldbade-Forschung so deutlich positive Auswirkungen belegen. Immerhin sitzt die Wald-Verbundenheit uns Menschen tief in den Knochen. Evolutionär betrachtet verbrachte der Homo Sapiens den größten Teil – wahrscheinlich sogar 99 % – seiner Zeit in Natur- und Wald-Umgebung. Und auch das, was wir immer schon spürten, bestätigt mittlerweile die Forschung: Neben der Linderung von Spannungen, Schmerzen, Ängsten und Depressionen führt Waldbaden zu Blutdruck-Regulierung, zur Förderung von innerer Ruhe und erholsamen Schlaf. Es steigert Gesundheit, Konzentration, Wohlbefinden und vieles mehr. Bereits ein Tag im Wald, kann die Abwehrzellen im Blut um bis zu 40 % steigern mit einer Wirkungsdauer von ca. 7 – 14 Tagen. Bewusstes Waldbaden ist der „Entstresser“ schlechthin und damit ein wahrer Jungbrunnen. Mit ShinrinYoga werden die Wirkungen von Shinrin Yoku (Waldbaden) sogar verstärkt.

Shinrin Yoku - Waldbaden. Die heilende Kraft der Natur
  • Annette Lavrijsen
  • Herausgeber: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
  • Auflage Nr. 12018 (29.06.2018)
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten

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Was ist das Besondere an ShinrinYoga?

ShinrinYoga basiert auf den Ursprüngen des klassischen Yoga nach Patanjali. Primär geht es um das „Zur-Ruhe-Bringen der Gedankenwellen“. Als aktiv-meditativer Yogastil will ShinrinYoga mittels der Weisheit der Bäume –  auf Mikro- und Makroebene – inspirieren. Insbesondere über symbiotische Verbindungen, zum Beispiel durch den Sauerstoff-CO2-Austausch, wird Mindfulness erfahrbar. Kindliches Staunen und eine wertfreie Haltung aus Neugierde, Offenheit, Wohlwollen und Akzeptanz lässt sich in Wald-Atmosphäre spielerisch etablieren.

Der Fokus liegt allerdings bei den Wurzeln: ShinrinYoga stabilisiert die Aufrichtung von den Füßen – unseren Wurzeln – weg, was den Rücken frei und schlichtweg glücklich macht. Weil starke Wurzeln unsere Flügel öffnen.

Fantasievolles bildhaftes Denken und Spüren gehören für eine/n ShinrinYogi/ni zum Alltag. Denn bekanntlich ist Imagination ebenso wirkungsvoll wie reales Erfahren. Unser Gehirn macht hier keinen Unterschied. Kraft unserer Vorstellung wird der Wald mit ein bisschen Übung jederzeit an jedem Ort zu einer prompt wirksamen Energie-Tankstelle. Eine Technik, die neben der Kreativität und den sogenannten „Flow“ auch die Motivation ankurbelt.

Mindfulness (Achtsamkeit) erlernen

Das Glück des Moments lässt sich trainieren wie ein Muskel. Einmal erinnert und konditioniert, kann im Alltag jederzeit davon profitiert werden. Achtsamkeit wird oft als das Herz der buddhistischen Meditation bezeichnet. Dazu muss man wissen, dass das Wort für Herz in fast allen asiatischen Sprachen, das gleiche ist wie das Wort für Geist (Mind). Wer das englische Mindfulness richtigerweise mit Herzlichkeit übersetzt, versteht, worum es geht. Am einfachsten lässt sich dies mit der Kraft der Natur etablieren. Das Eintauchen in die Waldatmosphäre kultiviert die Sinne und erweitert den Horizont. Denn von Bäumen können wir viel und vor allem Wesentliches lernen: Nur wer einen festen Stand hat und trotzdem beweglich bleibt, überlebt starke Stürme. Bäume sind übrigens auch sehr soziale Wesen: Sie bilden Gemeinschaften und teilen sich Aufgaben, die sie gemeinsam wahrnehmen. In ihrer Gegenwart führt uns die eigene Natur in unsere ureigene Authentizität und damit an jenen Ort, wo Präsenz und Verbundenheit entstehen. „Mehr Sein, weniger Wollen“ wird hier zur Quelle von Glück und Wohlbefinden.

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Neuroplastizität und Aktiv-Meditation

Der menschliche Geist und damit auch das Gehirn profitieren von Wiederholungen. Das Gehirn ist laut modernem Forschungsstand ein äußerst plastisches Organ, das durch Erlebnisse geformt wird. Nicht nur seine Aktivität wird beeinflusst, es verändert auch seine Architektur, seine Physiologie und seine Struktur als Folge von repetitiven Handlungen. Und wenn man ständig das Gleiche wiederholt, realisiert man nach einer Weile, dass nichts interessanter und realer ist, als das Glück der Präsenz. In diesem Kontext überrascht ShinrinYoga mit einem eigens entwickelten Angebot: „mmm in www“ steht für „mindful-movement-meditation in wood-wide-web“

ShinrinYoga im Alltag

„Reset-your-Mind“ durch Waldyoga im Alltag. Eine kurze imaginäre Waldyoga-Einheit (3×3 Min/Tag) hat sich bewährt und lässt sich einfach in den Tag integrieren, mit einem Effekt, der dem Re-Set eines Computers gleicht. Ein Intensiv-Kurs von ShinrinYoga übermittelt das nötige Wissen samt Werkzeug, um das Training jederzeit abrufen zu lernen. Das Ziel ist eine kontinuierliche Stressreduktion durch regelmäßiges Sammeln und geistiges Auftanken während des Tages. Dank der raschen Regenerationserfahrung wird das Wald-Tanken zu einer wertvollen inneren Ressource für Zwischendurch und damit zur Konditionierung. Mit der Zeit wird Achtsamkeit und für manch eine(n) sogar das Gewahrsein in jeder noch so banalen oder automatisierten Handlung des Alltags erfahrbar. Das innere Wirken des Waldes macht nachhaltig frei und glücklich, auch indoor-imaginär. Und last but not least: Was man lieben gelernt hat, will man nicht mehr zerstören. Ob Wald- oder Mensch-Körper, auch die Erde ist nichts anderes als unser größerer Körper. Die Anbindung an eine größere Dimension wird erfahrbar.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Angelika Gierer, Gründerin von ShinrinYoga, entstanden. Als Biophilie-Trainerin und Ausbildnerin für Waldbaden, Yoga und Achtsamkeitsmeditation führt sie Teams in den Wald und begleitet Unternehmen im Prozess des Kulturwandels. Mehr über Angelika und ihre Methode der Aktiv-Meditation sowie ihre Affinität zum Wald-Thema findest du auf ihrer Website https://shinrinyoga.at

Literatur zum Thema Waldbaden und Achtsamkeit

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Bildquellen

  • Waldbaden Shinrin Yoga: szefei | Shutterstock.com