Mandelmilch selber machen – ein einfaches Rezept

von Sandra Exl

Mein liebster Kuhmilchersatz ist Mandelmilch. Ihre Konsistenz ist ähnlich wie die von Kuhmilch und dabei ist sie frei von Laktose und Cholesterin. Ich stelle meine Mandelmilch aus Bio-Mandeln selbst her und zeige dir mein einfaches Rezept.

Wieso ist Mandelmilch gesund?

Mandeln sind protein- und ballaststoffreich, enthalten beachtliche Mengen an Kalzium, Kupfer, Magnesium, Vitamin E, Vitamin B1, Vitamin B2 und ungesättigten Fettsäuren. Mandelmilch ist von Natur aus laktose-, cholesterin- und glutenfrei. Sie ist einfach zu verdauen und empfehlenswert für Menschen, die Kuhmilch meiden müssen oder wollen.

Der regelmäßige Genuss von Mandelmilch hat viele Vorteile

  • Mandelmilch kann den Blutdruck senken und hilft bei der Regulierung des Cholesterin- und Triglyceridspiegels. Der gute Cholesterinwert (HDL) wird verbessert und der schlechte (LDL) gesenkt. So wird das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert.
  • Ihr niedriger Kalorien- und Kohlenhydratgehalt macht Mandelmilch interessant für Menschen, die abnehmen möchten. Kuhmilch durch Mandelmilch ersetzt, spart Kalorien.
  • Mandelmilch ist gut für das Hautbild. Die enthaltenen B-Vitamine, vor allem Vitamin B2, spenden der Haut Feuchtigkeit und sorgen für starke Nägel und Haare.
  • Bei Durchfall und Erbrechen ist Mandelmilch hilfreich, da sie viel Kalium enthält, das dabei verloren geht.
  • Für Menschen mit Magen-Darm-Problemen ist Mandelmilch sehr empfehlenswert, da sie gut verträglich ist und die Funktionen des Verdauungstraktes reguliert. Auch bei Reizdarm gut bekömmlich, da sie frei von Fodmaps, also Reizstoffen für den Darm, ist.

Wie stelle ich selbst Mandelmilch her?

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Die Bio-Zutaten für das Mandelmilch Rezept

  • 70-100 g Mandeln
  • 1 Liter Wasser
  • 3 Datteln
  • 1/4 TL Vanillepulver
  • 1 Prise Salz

Die Zubereitung

  1. Alle Zutaten in den Hochleistungsmixer geben und 2 Minuten auf höchster Stufe mixen.
  2. Die Mandelmilch anschließend durch ein Tuch (z. B. Stoffwindel*) filtern. Ich verwende im Video einen Dauer-Kaffeefilter*, da dieser einfach zu reinigen ist. Den Rückstand gut auspressen, was allerdings mit dem Tuch besser funktioniert, sodass ein relativ trockener Mandeltrester überbleibt.
  3. Die gefilterte Mandelmilch sofort genießen oder in eine Flasche abfüllen, verschrauben und in den Kühlschrank stellen. Nach einigen Stunden kann sich die Flüssigkeit in der Mandelmilch etwas absetzen – einfach kräftig schütteln und schon ist sie wieder eine schöne weiße Emulsion. Die Mandelmilch ist 4 Tage im Kühlschrank haltbar.

Ökologische Gesichtspunkte von Mandelmilch

Wenn du deine Mandelmilch selbst machst, ist lediglich darauf zu achten, dass die verwendeten Mandeln aus europäischer Bio-Landwirtschaft stammen. Der weltweit größte Anbau findet in Kalifornien statt, und wie das bei extrem großen Anbaugebieten immer der Fall ist, kommt es zu ökologisch fragwürdigen Praktiken. Es wird vor allem der Wasserverbrauch für die vielen Mandelbäume im trockenen Kalifornien angeprangert, der allerdings geringer ist, als bei Rinderhaltung und Kuhmilchproduktion. Ein Liter Mandelmilch verbraucht etwa ein Drittel der Wassermenge, die für einen Liter Kuhmilch nötig ist.

Ein weiterer Kritikpunkt der kalifornischen Mandelproduktion ist der Umgang mit den Bienen, die für die Bestäubung der vielen Mandelbäume gebraucht werden. Die Bienen werden nämlich zur Mandelblüte aus dem ganzen Land herantransportiert, da es vor Ort einfach zu wenige Bienen für die Menge an Mandelbäumen gibt. Für die empfindlichen Tiere ist der Transport eine Tortur.

Für europäische Mandeln gilt dies nicht und es ist in jedem Fall zu begrüßen, wenn die Produktion von Kuhmilch zu Gunsten von Mandelmilch oder anderen pflanzlichen Alternativen zurückgeht.

Kuhmilchbefürworter, die Pflanzenmilch als unnatürliche und künstliche Lebensmittel bezeichnen, sollten beachten wie Kuhmilch hergestellt wird. Kuhmilch wird von der Mutterkuh für ihr Kalb produziert. Wie natürlich ist es für uns Menschen, die Muttermilch einer anderen Spezies zu konsumieren? Ökologisch gesehen ist keine pflanzliche Alternative so belastend wie Kuhmilch. Der enorme Futtermittelanbau verbunden mit hohem Pestizideinsatz, der tausende kilometerlange Transport von Futtermitteln (der Großteil – Soja und Mais – kommt aus Südamerika), der Einsatz von Antibiotika, die sofortige oder frühzeitige Trennung der Mutterkuh und ihrem Kalb – all diese Aspekte machen Kuhmilch zu einem sehr problematischen Nahrungsmittel. Ganz abgesehen von den unmittelbaren gesundheitlichen Problemen, die ein hoher Kuhmilchkonsum für uns Menschen mit sich bringt.

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Letzte Aktualisierung am 20.11.2019 / Affiliate Links / Anzeige / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Ich selbst lebe nicht rein vegan, ich würde aber sagen, dass ich tierische Lebensmittel lediglich als Genussmittel verstehe. Jene Lebensmittel, die mich nähren und vital halten, sind pflanzlicher Herkunft. Ich kann nur jedem empfehlen – aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen – den Anteil tierischer Lebensmittel in der Ernährung so gering wie möglich zu halten.

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