Mit welchen Beschwerden muss ich zum Frauenarzt?

von Mag. Sandra M. Exl

Neben Verhütung, Schwangerschaft oder einem nicht erfüllten Kinderwunsch sind es die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, die den Gang zum Frauenarzt erforderlich machen. Darüber hinaus gibt es einige Beschwerden, bei denen ein Besuch ratsam ist, da sich mitunter schwerwiegende Krankheiten dahinter verbergen können. Erfahre hier, bei welchen Symptomen du schnellstmöglich einen Termin in der gynäkologischen Praxis deines Vertrauens vereinbaren solltest.

Sehr starke Regelbeschwerden sowie unregelmäßige, ausbleibende oder langanhaltende Monatsblutungen

Außergewöhnlich schmerzhafte Menstruationsblutungen, die sich nicht mit Hausmitteln oder leichten Schmerzmitteln lindern lassen, sind ein Fall für den Frauenarzt. Gleiches gilt für Zwischenblutungen, eine ausbleibende oder langanhaltende Periode. Der Mediziner kann eine geeignete Therapie empfehlen und körperliche Ursachen ausschließen.

Starke Regelschmerzen können zum Beispiel durch eine Endometriose ausgelöst werden. Bei dieser häufigen, aber oftmals unentdeckten gynäkologischen Erkrankung, entstehen gutartige, jedoch äußerst schmerzhafte Gewebewucherungen außerhalb der Gebärmutter. Häufig sind die Eierstöcke und Eileiter sowie der untere Bauchraum betroffen. Vielfach geht die Endometriose mit der Bildung von Zysten einher. Weiterhin gilt sie als häufigste Ursache für Kinderlosigkeit.

Viele Frauen leiden vor Eintreten der Monatsblutung unter Schlafproblemen oder Stimmungsschwankungen bis hin zu leichten Depressionen. Ist dieses sogenannte Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS, so stark ausgeprägt, dass es die Lebensqualität vor den Tagen einschränkt, solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen.

Brennen, Juckreiz oder Schmerzen im Intimbereich

Treten beim Wasserlassen, beim Geschlechtsverkehr oder auch ohne erkennbaren Anlass Beschwerden wie Brennen, Jucken oder Schmerzen im Intimbereich auf, solltest du diese Symptome von einem Frauenarzt abklären lassen. Häufig kann sich Scheidentrockenheit dahinter verbergen, die Ursachen dafür können vielfältig sein. Auch eine allergische Hautreaktion oder eine Blasenentzündung können diese Symptome hervorrufen. Eine Blasenentzündung sollte unbedingt ärztlich behandelt werden, andernfalls droht die Entzündung immer wieder neu aufzuflammen. Zudem ist eine Blasenentzündung ansteckend.

Vermehrter Scheidenausfluss und sichtbare Hautveränderungen

Ungewöhnlich starker oder farblich abweichender Scheidenausfluss sowie sichtbare Hautveränderungen im Schambereich sprechen für einen Termin beim Frauenarzt. Sie können auf eine Pilzerkrankung hindeuten. Diese geht häufig mit Symptomen wie brennenden Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr einher. Ausfluss und Hautveränderungen können aber auch auf Östrogenmangel oder allergische Reaktionen auf Duschgel, Waschmittel oder Inhaltsstoffe von Binden oder Slipeinlagen zurückzuführen sein. In jedem Fall solltest du deinen Gynäkologen um Rat fragen.

Jegliche Veränderungen oder Auffälligkeiten an der Brust

Wenngleich selbst ertastete Knoten oder Verhärtungen nicht zwangsläufig die Diagnose Brustkrebs bedeuten müssen, so ist bei diesen Beschwerden erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Das gilt auch, wenn du Lymphknoten in der Achselhöhle fühlst, die vorher nicht vorhanden waren und nicht durch eine Haarbalgentzündung oder Ähnliches verursacht werden.

Veränderungen und Auffälligkeiten, die du abklären solltest, sind außerdem Größenabweichungen zwischen den Brüsten, die vorher nicht da waren. Wenn sich das Aussehen der Brüste beim Anheben der Arme ungewöhnlich unterscheidet, sich die Brustwarzen verändert haben oder plötzlich Sekrete absondern, solltest du ebenfalls deinen Gynäkologen zu Rate ziehen. Er kann dir Gewissheit geben, dass hinter diesen Beschwerden keine schwerwiegende Erkrankung steckt und – im Fall der Fälle – zeitnah alle notwendigen medizinischen Therapien in die Wege leiten.

Wechseljahrsbeschwerden

Ab einem Alter von 40, bei manchen Frauen auch schon früher, kann es zu Veränderungen kommen, die mit dem Ankündigen der Wechseljahre zu tun haben. Eines der ersten Anzeichen der Wechseljahre können verkürzte Monatszyklen sein, die mit normalen oder verlängerten Zyklen abwechseln können. Grund dafür sind vereinzelt ausbleibende Eisprünge. Generell wird der Monatszyklus unregelmäßiger. Das PMS (prämenstruelles Syndrom) mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Reizbarkeit, depressiven Verstimmungen oder Brustspannen kann in dieser Zeit stärker werden. Die Blutung kann länger und stärker werden. Manchmal sind auch die Regelschmerzen ausgeprägter. Zwischenblutungen sind möglich. Zu diesen anfänglichen Symptomen können später noch viele Weitere Beschwerden hinzukommen, die die Lebensqualität massiv beeinträchtigen können. Hier sollte man sich auf jeden Fall gynäkologische Hilfe zu Rate ziehen.

Im folgenden Video spreche ich mit einer Frauenärztin über die Wechseljahre. Dr. Schubernig erklärt einfach und verständlich, was in den Wechseljahren passiert und wie man gut durch diese Jahre kommt:

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Bildquellen

  • Schriftzug Beschwerden und Frauenarzt: plprod | Shutterstock.com
Mag. Sandra M. Exl

Mag. Sandra Exl hat ein abgeschlossenes Studium der Biologie und ist zertifizierte Fastenbegleiterin. Sie arbeitet als Redakteurin im Team von Lanaprinzip Publishing LLC und schreibt über die Themen Heilfasten, Ernährung und gesunde Rezepte. Mit über 20 Jahren Fastenerfahrung und vielen beliebten YouTube-Videos über das Heilfasten ist sie im deutschsprachigen Raum eine der bekanntesten Fastenexpertinnen.